5 Mythen über Rote Katzen – Der Faktencheck


Rote Katzen stechen optisch sehr unter ihren andersfarbigen Artgenossen hervor. Kein Wunder, dass so manches Vorurteil oder Behauptung über Ginger-Katzen kursiert.

Wir haben uns die 5 am meisten verbreiteten Mythen über die rote Katze genauer angeschaut!

1. “Alle roten Katzen sind männlich”

Was ist dran? – Nicht alle, aber viele!

Rund 80% aller roten Katzen sind rote Kater, also männlich. Der Grund dafür: die Rote Fellfarbe wird über das X-Chromosom vererbt.

Männliche Katzen haben wie Menschen auch ein X sowie ein Y Chromosom, während Weibchen ein Doppel-X Chromosom besitzen.

Dadurch genügt es bei einem kleinen Kater schon, wenn die Mutter rotes Fell hat, damit er die Farbe erben kann.

Bei weiblichen Katzen MÜSSEN hingegen Mutter UND Vater rothaarig sein, damit auch sie rotes Fell bekommt.

Da es recht selten ist, dass sich zwei rote Katzen paaren, sind weibliche Rotschöpfe einfach absolut in der Minderheit. Trotzdem gibt es rote Katzen von weiblichem Geschlecht, nicht ausschließlich Kater.

2. “Rote Katzen sind eine eigene Rasse”

Was ist dran? – Stimmt nicht!

Rote Katzen gibt es in mehreren Rassen, hier eine wunderschöne Maine Coon – Bild: Oleksandr Volchanskyi / Shutterstock.com

Rote Katzen sind keine eigene Rasse. Katzen mit rotem Fell gibt es in vielen verschiedenen Katzenrassen. Die Fellfarbe geht dabei von einem leuchtenden Orange bis hin zu Kupferrot.

Dabei ist das Fell nie wirklich einfarbig rot, egal um welche Rasse es sich handelt. Es liegt immer ein sogenanntes Tabby-Muster vor, meist getigert oder getupft. Das rote Fell tritt oft in Kombination mit Weiß auf, zum Beispiel bei den Pfötchen oder der Brust.

Katzenrassen, die ein rotes Fell haben können sind unter anderem:

  • Europäisch Kurzhaar
  • Maine Coon
  • Devon Rex
  • Britisch Kurzhaar
  • Perser
  • Scottish Fold
  • Norwegische Waldkatze

3. “Rote Katzen haben einen schwierigen Charakter”

Was ist dran? – Fraglich…

Katzen sind eh alle nicht ganz normal, egal welche Farbe… – Bild: MariaZubareva / Shutterstock.com

Meinungen über für rote Katzen typische Charaktereigenschaften gehen weit auseinander. Von “besonders gesellig” über “verspielt” bis hin zu “völlig geisteskrank” alles dabei.

Hartnäckig halten sich die Gerüchte, rothaarige Katzen würden zu Verhaltensstörungen und Aggressivität neigen.

ABER: Wissenschaftlich konnte nie ein Zusammenhang zwischen Fellfarbe einer Katze und bestimmten Charaktereigenschaften nachgewiesen werden.

Jede Katze hat ihren eigenen Charakter, und schwierige Zeitgenossen gibt es in jeder Fellfarbe!

4. “Rote Katzen sind verfressen”

Was ist dran? – Nichts.

Das Bild des verfressenen roten Katers, der immer auf der Suche nach Fressbarem ist, stammt wohl eher aus Comics bzw. Cartoons .

Aber nicht jede orangene Katze ist so schlimm wie Comic-Kater Garfield.

Auch ein Zusammenhang zwischen roter Fellfarbe und Übergewicht konnte nie festgestellt werden.

5. “Rote Katzen werden besonders häufig krank”

Was ist dran? – Fast nichts

Angeblich sollen rote Samtpfoten anfälliger für bestimmte Krankheiten sein: Von Blasenentzündungen, Zahnproblemen oder Augenentzündungen sollen Ginger-Katzen häufiger betroffen sein als andersfarbige Artgenossen.

Wissenschaftlich gibt es dafür keinen Beleg, mit einer Ausnahme: Rothaarige Katzen leiden statistisch gesehen tatsächlich häufiger an Erkrankungen der Ohren, bis hin zu Taubheit, als andere Katzen.

Diese sensationellen Katzen-Artikel passen wie die Pfote auf’s Auge:

Beitragsbild (ganz oben): Oksana Mizina / Shutterstock.com

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