Zecken bei Katzen: 6 wirksame Tipps gegen Blutsauger


Zecken bei Katzen

Zecken gehören zu den Tieren, die niemand mag. Selber schuld, warum müssen sich die kleinen Parasiten auch vom Blut ihrer Wirtstiere ernähren? Und dabei auch noch Krankheiten übertragen? Zeckenbisse sind auch für Katzen sehr unangenehm – zumal unsere Vierbeiner die kleinen Blutsauger so auch in unsere Wohnung schleppen!

Mit den folgenden Tipps rund um das Thema Zecken bei Katzen gehst du den Parasiten an den Kragen!

Sind Zecken gefährlich für Katzen?

Zecken verbreiten verschiedene Bakterien und Viren. Zu den Krankheiten, die von Zecken übertragen werden, zählen:

  • Borreliose
  • FSME
  • Anaplasmose
  • Babesiose

Während FSME für Katzen ungefährlich ist, führen die Borreliose-Bakterien zu Fieber, Lahmheit in den Beinen und Appetitlosigkeit. Rund um den Zeckenbiss bildet sich eine kreisförmige Hautrötung, die sogenannte Wnaderröte. Bei Katzen ist diese durch das Fell natürlich nicht leicht zu entdecken. Wird die Borreliose bei Katzen erst spät entdeckt und behandelt, kann die Krankheit die Gelenke und sogar das zentrale Nervensystem schädigen.

Massiver Zeckenbefall kann bei Katzen zu einem Blutverlust führen, der durchaus gefährlich sein kann.

Katzen bringen Zecken mit nach Hause! So können die Parasiten auch leicht einen Menschen beißen und eine Krankheit übertragen! Besonders FSME, das bei Menschen eine Hirnhautentzündung auslöst, ist gefährlich.

Ist eine Zecke bei deiner Katze vollgesaugt, fällt sie oft von alleine ab. So kann es schnell passieren, dass eine Zecke durch deine Wohnung krabbelt und nach ihrem nächsten Wirt ausschau hält.

Aber was hilft gegen Zecken bei Katzen?

1. Spot-On Präparate gegen Zecken bei Katzen

Mit einem Spot-On Mittel kann man Zecken bei Katzen vorbeugen
Spot-On Mittel werden der Katze einfach einmal im Monat in den Nacken geträufelt. Bild: Valeriy tsimbalyuk / Shutterstock.com

Klettert das Thermometer im Frühjahr an mehreren Tagen hintereinander über 7 Grad, erwachen die Zecken aus ihrer Winterstarre. Zecken Saison ist in Deutschland in der Regel zwischen März und Oktober. Aber auch in milden Wintern können die kleinen Blutsauger aktiv sein.

Gerade in der Zeckenzeit von Frühling bis Herbst ist ein effektiver Schutz für deine Katze sinnvoll.

Besonders sicher und einfach anzuwenden sind Spot-On Präparate.

Diese Mittel, wie zum Beispiel Frontline oder Bayer Advantage, werden der Katze einfach in den Nacken getropft. Spot-On Mittel sind fettlöslich und verteilen sich so von alleine über die gesamte Haut.

Bei Kontakt mit dem Mittel sterben Zecken (bei Frontline auch Flöhe und Milben) innerhalb von 48 Stunden. In dieser Zeit haben Zecken meist noch keinen Platz zum Beißen gefunden.

Das Spot-On Mittel Frontline schützt deine Katze rund einen Monat lang vor Zecken und anderen Parasiten. Du kannst es leicht selbst auftragen und bekommst es in jeder Apotheke. Der Wirkstoff Fipronil ist für Katzen und andere Wirbeltiere ungefährlich.

Für Katzen sollten in keinem Fall Zeckenschutzmittel für Hunde verabreicht werden. Diese sind meist unverträglich und können zu Hautreizungen und gefährlichen Komplikationen führen!

2. Die Katze regelmäßig auf Zecken untersuchen

Katze wird auf Zeckenbefall untersucht
Zeckenbisse findest du bei Katzen oft dort, wo Mieze nicht selbst drankommen kann. Bild: anastasiya parfenyuk / Shutterstock.com

Wenn deine Katze von ihren Streifzügen nach Hause kommt, solltest du sie auf Zecken absuchen. Für deine Katze fühlt sich das wie eine zusätzliche Streicheleinheit an, es ist also ganz leicht.

Zecken saugen sich bei Katzen gerne an Stellen fest, die von ihr bei der Fellpflege nicht gut erreicht werden können. Daher findet man Zecken bei Katzen meist rund um die Ohren, oberhalb der Augen, an der Brust, am Kinn oder im Nacken.

3. Zeckenbefall bei der Katze: Zecke sicher entfernen

Wenn eine Katze mit Pfoten oder Zähnen an eine Zecke rankommt, wird sie selbst versuchen, den Quälgeist loszuwerden. Dabei reißt sie allerdings oft nur den Körper der Zecke ab, der Kopf mit den Beißwerkzeugen bleibt dann in der Haut und kann sich entzünden.

Deshalb ist es so wichtig, dass du deine Katze am besten täglich auf Zecken absuchst. Wenn du eine findest, kannst du sie wie folgt entfernen:

  1. Bitte eine weitere Person, deine Katze festzuhalten und zu beruhigen
  2. Schieb das Fell rund um die Zecke beiseite um sie gut erreichen zu können
  3. Geeignete Werkzeuge sind eine Pinzette, eine Zeckenzange oder ein Zeckenlasso
  4. Umfasse damit den Körper der Zecke
  5. Ziehe langsam und gleichmäßig, auf keinen Fall ruckhaft
  6. Kontrolliere, dass die Zecke restlos aus der Haut gezogen wurde
Zecke bei einer Katze entfernen: Mit der Zeckenzange langsam und gleichmäßig ziehen
Die Zecke muss langsam und gleichmäßig herausgezogen werden Bild: Andrey Solovev / Shutterstock.com

Bei ruckhaftem Ziehen ist die Gefahr groß, dass der Körper der Zecke abreißt und der Kopf in der Haut zurückbleibt. Ein Drehen ist beim entfernen der Zecke nicht nötig.

Eine Zeckenzange oder ein Zeckenlasso (auch Zeckenschlinge genannt) eignen sich besser als eine normale Pinzette. Mit diesen Spezialwerkzeugen kann man die Zecke fest und sicher greifen ohne sie zu zerquetschen.

Bleibt der Kopf der Zecke doch einmal in der Haut stecken, musst du die Stelle in den nächsten Tagen regelmäßig kontrollieren. Normalerweise fällt er von alleine ab. Entzündet sich die Stelle aber, solltest du mit deiner Katze zum Tierarzt.

4. Zecken richtig töten

Zecken sind sehr widerspenstig. Sie haben einen dicken Panzer und überleben sogar in Wasser für mehrere Wochen. Du solltest sie also nicht über die Toilette entsorgen…

Am besten legst du die Zecke zwischen zwei Taschentücher. Leg sie dann auf eine glatte Oberfläche und drück mit einem Gegenstand fest auf den Parasiten. Der Boden eines Trinkglases oder andere Sachen mit gerader und fester Oberfläche eignen sich dafür. Danach solltest du dir gründlich die Hände waschen!

Etwas martialischer aber ebenfalls sicher: Du kannst eine Zecke auch verbrennen um sie zu töten. Wickel sie einfach in ein Taschentuch, geh ins Freie und zünde sie an.

5. Natürliche Zeckenabwehr für Katzen

Zecken und andere Parasiten
hassen die Laurinsäure in Kokosöl

Du kannst deine Katze auch mit natürlichen Mitteln vor Zeckenbissen schützen.

Besonders gut eignet sich Kokosöl. Es enthält einen großen Anteil Laurinsäure. Diese Fettsäure empfinden Zecken als unangenehm und suchen sich lieber ein anderes Opfer.

Um deine Katze mit Kokosöl vor Zecken zu schützen, musst du ihr nur eine Erbsengroße Menge davon ins Fell massieren. Kinn, Hals, Nacken und Ohren sind bei Zecken besonders beliebt und sollten daher unbedingt eingerieben werden.

Das Fell sieht direkt nach der Behandlung mit Kokosöl zwar etwas fettig aus, der Schutz vor Zecken ist aber sehr effektiv.

Besonders kaltgepresstes Kokosöl enthält viel Laurinsäure.

Katzenhelds Empfehlung für Kokosöl

6. Auch Vitamin B schützt deine Katze vor Zecken

Vitamin B unterstützt bei deiner Katze den Hautstoffwechsel. Das sorgt für ein Milieu, in dem Zecken sich so gar nicht wohl fühlen.

Bierhefe als Nahrungsergänzung versorgt deine Katze mit ausreichend Vitamin B.

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